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BetriebsWirtschaftliche Ausrichtung (Typisierung)
 © TLL 2006
 Version 1.32
SDB:    Saldo         
Warum ´betriebswirtschaftliche Ausrichtung´ (BWA)

1985 wurde von der Kommision der Europäischen Gemeinschaften eine Entscheidung zur Errichtung eines gemeinschaftlichen Klassifizierungssystems der landwirtschaftlichen Betriebe (85/377/EWG) getroffen.

Um landwirtschaftliche Betriebe einheitlich nach ihrer Betriebswirtschaftlichen Ausrichtung und Größe einordnen (typisieren) zu können, macht es sich notwendig ein einheitliches Klassifizierungssystem zu verwenden.

Die Betriebswirtschaftliche Ausrichtung (BWA) eines Betriebes ist ein Ausdruck für die Spezialisierungsrichtung eines Betriebes, seines Produktionsschwerpunktes. Die landwirtschaftlichen Betriebe werden entsprechend dem Anteil des Standarddeckungsbeitrages, der sich für die einzelnen Produktionszweige am Gesamt-Standarddeckungsbeitrag des Betriebes ergibt, einer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung wie folgt zugeteilt: Ackerbau-, Gartenbau-, Dauerkultur-, Futterbau-, Veredlungs-, Pflanzenbauverbund-, Viehhaltungsverbund- oder Pflanzenbau-Viehhaltungsbetriebe.

Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung (BWA) und die wirtschaftliche Betriebsgröße werden anhand des Standarddeckungsbeitrages (SDB) bestimmt.

Grundlage für die Berechnung der BWA sind die Standarddeckungsbeiträge der pflanzlichen und tierischen Erzeugung. Sie werden jährlich vom KTBL ermittelt und zur Verfügung gestellt. Zur Berechnung sollten immer die langjährigen Durchschnitte (5 jähr. Mittel) verwendet werden.

Flächen beziehungsweise Tiere können je nach Erfordernis als Durchschnittsbestandswerte oder als Stichtags- bzw. Kalender-/Wirtschaftsjahr-Werte eingegeben werden. Zu beachten ist jedoch, dass dann alle Werte die gleiche Basis haben.

Berechnung des Betriebsprämienzuschlags zur EGE:
Der Zuschlag errechnet sich aus den Flächen (Landwirtschaftliche Ackerfläche + Dauergrünland + Landwirtschaftl. Dauerkulturfläche + Sonstige Freilandfläche) multipliziert mit der Betriebsprämie für die EGE (regional unterschiedlich). Dieser Betrag wird zum errechneten SDB hinzuaddiert und daraus die EGE errechnet. (1200 € entspricht 1 EGE).

Der BWA-Rechner der TLL dient zur schnellen Einstufung Ihres Betriebes und der Ermittlung der Wirtschaftlichen Betriebsgröße in EGE (Europäische Größeneinheit) (85/377/EWG Anh. III).

Die Gliederung der möglichen Betriebsgruppen ist in der Übersicht dargestellt.

Die für Ihren Betrieb ermittelte BWA und errechnete "Europäische Größeneinheit" (EGE) ermöglicht z.B. die schnelle Auswahl einer passenden Vergleichsgruppe für die Wertung (Vergleich) betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. Die für Thüringen errechneten Vergleichsgruppen sind unter www.tll.de/ainfo (Fachgebiet Betriebswirtschaft) abrufbar.

Alle Daten dienen lediglich der aktuellen Berechnung. Nach Beendigung des Programmes sind alle von Ihnen eingegebenen Daten "vergessen".

Eingabe der Anbauflächen für Getreide, Eiweisspflanzen, Ölsaaten (ha)

Weizen (einschl. Dinkel)   Eiweisspflanzen zur Körnergewinnung
Hartweizen (Durum)    
Roggen   Raps, Rübsen
Gerste   Sonnenblumen
Hafer / Sommermenggetreide   Soja
sonst. Getreide / Wintermenggetreide   Öllein / Leinsamen
Körnermais / Corn-Cob-Mix   sonst. Ölfrüchte
Eingabe der Flächen für Futterkulturen (ha)

Ackerwiesen / -weiden   Dauerwiesen und -weiden
Silo- / Grünmais   Streuobstwiesen sonst. Grünlandflächen
Futterkartoffeln      
sonstige Futterhackfrüchte      
sonstiges Ackerfutter      
Eingabe der sonstigen Ackerflächen (ha)

Kartoffeln (ohne Futter)   Hopfen
Zuckerrüben    
sonstige Hackfrüchte   Tabak
Feldgemüse und Erdbeeren   Heil-, Duft- u. Gewürzpflanzen
Sämereien und Pflanzgut   Textilpflanzen (wie z.B. Flachs / Hanf)
sonstige Ackerkulturen   sonstige Handelsgewächse
     
stillgelegte Flächen ohne NWR   stillgelegte Flächen mit NWR
Eingabe der Flächen Gartenbau / Dauerkulturen (ha)

Gemüse, Erdbeeren im Freiland   Baum- und Beerenobst, Nüsse
Blumen, Zierpflanzen im Freiland   Rebanlagen
Gemüse, Erdbeeren u. Glas ( in 100 m2 )   Reb- und Baumschulen
Blumen, Zierpflanzen u. Glas ( in 100 m2 )   Weihnachtsbaumk., Korbweiden, Pappelanl.
Pilzbeetfläche ( in 100 m2 )      
Eingabe der Anzahl Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde (Stück)

Kälber unter 6 Mon.   Milchkühe
männl. Rinder, 6 Mon. bis 1 Jahr   Ammen- u. Mutterkühe
weibl. Rinder, 6 Mon. bis 1 Jahr    
männl. Rinder 1 bis 2 Jahre   Schafe unter 1 Jahr einschl. Lämmer
weibl. Zuchtrinder 1 bis 2 Jahre   übrige Schafe über 1 Jahr (ohne Mutterschafe)
weibl. Mastrinder 1 bis 2 Jahre   Mutterschafe
männl. Rinder über 2 Jahre   Ziegen insgesamt
weibl. Zuchtrinder über 2 Jahre    
weibl. Mastrinder über 2 Jahre   Pferde (nur Eigentum!)
Eingabe der Anzahl Sauen, Eber, Schweine und Geflügel (Stück)

Ferkel unter 20 kg LG   Junghennen unter 6 Mon.
Jungschweine unter 50 kg LG   Legehennen über 6 Mon.
Mastschweine über 50 kg LG   Masthähne und -hühner
Jungsauen über 50 kg LG   sonstiges Geflügel
Zuchtsauen über 50 kg LG      
sonstige Zuchtschweine      
Alles was nicht einzuordnen war, und ein Standarddeckunsbeitrag zuzuordnen ist

Zucht- / Mutterkaninchen   Bienenstöcke
Wild (Produktionseinheit)      
Klassifizierung des landwirtschaftlichen Betriebes / wirtschaftliche Betriebsgröße (EGE)