Hinweise / Informationen:
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In einem 3 x 2 faktoriellen Versuch mit insgesamt 60 männlich–kastrierten Schweinen im
Lebendmasseabschnitt 24 bis 104 kg wurden 3 Futteranteile von fettreichem Rapskuchen,RK
(pro kg Trockenmasse 341 g Rohprotein, 181 g Etherextrakt und 23,3 mmol Glucosinolate,GSL)
an 2 Schweinekreuzungen, die sich im Muskelfleischanteil unterschieden, geprüft. Die 6
Gruppen mit jeweils 10 Schweinen, entweder Kreuzungen Landrasse(DL) x Edelschwein, DE
(Gruppen 1, 3 und 5) oder Pietrain (Pi) x (DL x DE) (Gruppen 2, 4 und 6) erhielten ad
libitum Futtermischungen ohne RK (Gruppen 1 und 2) oder mit RK – pro kg Futter 75 g (Gruppen
3 und 4) oder 150 g (Gruppen 5 und 6). Der RK, besonders bei 150 g = 3,2 mmol GSL pro kg
Futter verminderte die Futteraufnahme und die Lebendmassezunahme, bei den Pi–blütigen
Hybriden signifikant. Es bestand kein Einfluss der Futterrationen auf den
Muskelfleischanteil(MFA), während die Pi–Nachkommen 55% und die DL–Nachkommen nur 51% MFA
im Schlachtkörper aufwiesen (signifikanter Unterschied). Das Fleisch der Pi–Nachkommen
besass einen niedrigeren pH (Tendenz), eine höhere Leitfähigkeit, eine niedrigere Impedanz
und höheren Tropfsaftverlust. Bei 150 g RK pro kg Futter Pi x (DL x DE)–Hybriden das
schlechteste Ergebnis in der sensorischen Prüfung. Bei den DL–Nachkommen erhöhte der RK die
ungesättigten Fettsäuren (PUFA im Rückenspeck)in einem geringeren Grade (1,3 % pro 10 g
Rapsöl in 1 kg Futter) als bei den Pi–Nachkommen (2,6 % pro 10 g Rapsöl in 1 kg Futter).
Bei Berechnung des Korrelationseffizienten waren die Ergebnisse der sensorischen Prüfung
negativ korreliert mit dem MFA und tendierten ebenfalls zu einer Verminderung mit höherem
Anteil PUFA im Fett. Schweine sollten weniger als 2 mmol GSL pro kg Futter erhalten,
entsprechend 50 bis 100 g 00–Rapsprodukte pro kg Futter. Die Höchstmengen an Rapsöl richten
sich nach dem MFA bzw. Fettstatus der Tiere. Fettere Schweine können als Maximum 40 g,
muskulösere Hybriden 20 g Rapsöl pro kg Futter erhalten.
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