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Jodkonzentration von Schweine–, Rind– und Schaffleisch und ihre Beeinflussung
(Iodine concentration of pork, beef and mutton and its influencing)
F. Schöne*, M. Leiterer, U.Kirchheim, Kathrin Franke, G. Richter. – Jena
In Deutschland ist die Jodversorgung nach wie unter einem Optimum und die Agrarwirtschaft
ist gefordert den Jodgehalt von Fleisch, Milch und Eiern zu erhöhen. Die Jodkonzentration
des Rückenmuskels (Kotelett am Übergang Brust–Lendenwirbel) von Schweinen (n=50), Mastbullen
(n=10), Lämmern (n=15) und Mutterschafen (n=5) wurde mittels ICP–MS nach Veraschung mittels
Tetramethylammoniumhydroxid TMAH bestimmt.
Im Rindfleisch wurden 6,3 ± 2,8 µg Jod/kg analysiert (Min 3,6 µg/kg, Max. 12,9 µg/kg
Rindfleisch). Lammfleisch enthielt 3,6 ± 2,8 µg Jod/kg. Bei acht, vorwiegend jüngeren
Lämmern, war das Spurenelement nicht nachweisbar (<2 µg/kg Lammfleisch), wogegen das Fleisch
von sieben älteren Lämmern 3,6 bis 12,6 µg Jod/kg enthielt. Im Fleisch der Mutterschafe
fanden sich 4,5 ± 0,7 µg Jod/kg (Min 4,0 µg/kg, Max. 5,1 µg/kg). Schweinefleisch war im
Jodgehalt in der Größenordnung von Rind– und Schaffleisch.
Im Ergebnis dieser Untersuchung liefert eine große Fleischportion von mehreren hundert Gramm
nicht einmal 10 µg Jod – das ist weniger als ein Zwanzigstel der Empfehlung von 200 µg Jod
pro Tag für den Erwachsenen. Damit ist Fleisch, auch solches mit infolge Jodzufütterung oder
durch andere Futterbestandteile erhöhtem Jodgehalt, als jodarmes Lebensmittel zu
klassifizieren.
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