Hinweise / Informationen:
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Gewürzpflanzen gehen in Lebensmittel, teils auch in Futtermittel ein, wogegen Heilpflanzen
bzw. deren Zubereitungen als Arzneimittel oder Tierarzneimitte fungieren. Bestimmte
Pflanzen(zubereitungen) eignen sich für alle vier Verwendungen und für die Zuordnung sowie
die dann geltenden Rechtsvorschriften ist der vorrangige Verwendungszweck – Ernährung bzw.
Fütterung oder Heilung – maßgebend.
Durch das Verbot von Antibiotika als Futterzusatz ab 2006 wird in der Tierernährung
verstärkt nach Heilpflanzenzubereitungen gesucht, die die Gesundheit und Leistung besonders
der Jungtiere stabilisieren. Ausgewertet wurden eine Reihe von 2000 bis 2002 publizierten
Versuchen an Ferkeln und Küken mit insgesamt 24 Pflanzenzubereitungen und 27
Pflanzenextrakten bzw. ätherischen Ölen in unterschiedlicher Dosierung jeweils im Vergleich
Futter ohne Zusatz. Bei geringem Einfluss auf die Futteraufnahme tendierte teilweise die
Lebendmassezunahme und mehr noch der Futteraufwand zu einer Verbesserung. Die bisherigen
Ergebnisse entsprachen jedoch nicht den Leistungssteigerungen, die mit Antibiotika und
organischen Säuren bzw. deren Salzen erzielt wurden. Die Extraktion ätherischer Öle ist
sehr aufwändig und sehr teuer und es fehlen nicht nur Kenntnisse zu einer wirksamen Dosis,
sondern auch zur Stabilität der Verbindungen im Futter und Dünndarm sowie im Magen, aber
auch zu möglichen Nebenwirkungen sowie Rückständen beim Nutztier.
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