Hinweise / Informationen:
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In den Jahren 1997 bis 2005 wurden in der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Jena
Untersuchungen zur Wasser– und Ernteproduktqualität an beregneten Kulturen im Freiland und
in Modellexperimenten mit unterschiedlich keimbelastetem Wasser durchgeführt. Der Einsatz
von Beregnungswasser aus hoch belasteten Fließgewässern führte zu keinem wesentlich
größeren Keimbesatz auf den Ernteprodukten gegenüber den unberegneten Pflanzen. Erst in den
Modellexperimenten mit Keimbrühen sehr hoher Besatzdichten von Escherichia coli (10^9 bis
10^11 KBE/ml) wurden erhöhte Keimzahlen an E. coli bei einer Karenzzeit von zwei Tagen
nachgewiesen. Sie reduzierten sich mit zunehmender Karenzzeit wesentlich und entsprachen
nach 14 Tagen Besatzdichten der unberegneten Variante.
Die Untersuchungen zur Qualität von Ernteprodukten nach Beregnung mit bakteriologisch hoch
belastetem Wasser aus Fließgewässern mit Eignungsklasse 4 zeigen, dass unter Beachtung der
erheblichen Schwankungen der Einzelwerte keine wesentlich größeren Besatzdichten an
Indikatorbakterien bei Karenzzeiten von 2 bis 14 Tagen nachgewiesen werden konnten.
Aus den mikrobiologischen Analysenergebnissen, insbesondere nach dem Einsatz von Keimbrühen
mit sehr hohen Besatzdichten an Escherichia coli, ist abzuleiten, dass die Vorgaben der DIN
19650 (1999) bei Einhaltung einer 14–tägigen Karenzzeit im Sinne eines vorbeugenden
Gesundheitsschutzes des Verbrauchers ausreichend sind.
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