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Klassifikation
Meta–Daten
Fachbereich: Tierproduktion
Fachgebiet: Geflügel
Form: Artikel
Aktualität: 21.11.00
Turnus: einmalig
Datenformat:

Inhalt
Titel: Erbsen– u. Ackerbohnenfütterung bei Küken, Jung– u. Legehennen

Autor / Kontakte
Verantwortlichkeit: Ref. 530 eMail: AINFO@TLL.Thueringen.de
Ansprechpartner: Hr. B. Kästner Telefon: 03641–683251
Autorenschaft: Richter,G.

Informationen / Hinweise
Hinweise /
 Informationen:
 In drei Versuchen mit LOHMANN–Brown–Küken und Junghennen im Alter vom Schlupf bis zur 18.
 Lebenswoche wurden Weizen, Gerste und Sojaextraktionsschrot partiell durch 10 %, 20 % bzw.
 30 % weißblühender Erbsen oder 5 %, 10 %, 15 % bzw. 20 % buntblühender Ackerbohnen
 substituiert. In der Kükenperiode bis zur 8. Woche nahm die Komponente Erbsen einen
 nachteiligen Einfluss auf den Futterverzehr, die Körpermasseentwicklung und den
 Futteraufwand. Mischfutter mit 15 % bzw. 20 % Ackerbohnen beeinflussten den Futterverzehr
 und die Körpermasse der Küken nachteilig. Die Körpermassezunahme in der Periode 9.–18. Woche
 war in den Gruppen mit erbsen– und ackerbohnenhaltigem Mischfutter verbessert, die
 Futteraufnahme und der Futteraufwand meist erhöht.
 Aufgrund der Ergebnisse wird für Erbsen bzw. Ackerbohnen unter Berücksichtigung des Zusatzes
 von synthetischen Methionin eine Einsatzgrenze von 10 % im Küken– und von 30 % bzw. 20 % im
 Junghennenfutter der Legerichtung empfohlen.
 In zwei Versuchen mit Lohmann–Brown–Hennen wurden 0, 10, 20, 30 und 40 % Erbsen im
 Mischfutter eingesetzt. In zwei weiteren Versuchen mit gleichem Tiermaterial sind 0, 7,5,
 15, 22,5 und 30 % Ackerbohnen geprüft worden. Zusätzlich kam Mischfutter mit 30 % Erbsen
 bzw. 22,5 % Ackerbohnen plus eines NSP–spaltenden Enzyms (ZY 38) zum Einsatz. Die erfassten
 Leistungskriterien Futterverzehr, Legeleistung, Einzeleimasse, Futteraufwand und Tierabgänge
 standen in keinem Zusammenhang mit dem Erbsenanteil der Ration. Die Enzymsupplementation
 nahm auf diese Leistungen keinen Einfluss. Alle Erbsengruppen lagen in der täglich
 produzierten Eimasse der Hennen über den Kontrollgruppen (p > 0,05). Das Fettsäurenmuster
 des Eidotters wurde zugunsten der Linolsäure verändert. Ackerbohnenhaltige Rationen
 veränderten nicht die Futteraufnahme. Bei 15 % und mehr Ackerbohnen im Mischfutter legten
 die Hennen weniger Eier. Die erreichte Einzeleimasse und täglich produzierte Eimasse lag in
 allen Versuchsgruppen niedriger als in den Kontrollvarianten, bei 22,5 % und 30 %
 Ackerbohnenanteil im Versuch D signifikant. Auch der Futteraufwand für die Eiproduktion
 stieg bei Verfütterung von Ackerbohnen. Das erbsen– bzw. ackerbohnenhaltige Mischfutter
 beeinflusste die gemessenen äußeren und inneren Eiqualitätsmerkmale nicht signifikant. Die
 Enzymsupplementation in Rationen mit 22,5 % Ackerbohnen verbesserte die produzierte Eimasse
 um 3,4 % und den Futteraufwand um 1,7 %.
 Aus den Ergebnissen der zwei Versuche auf hohem Leistungsniveau kann geschlussfolgert
 werden, dass Legehennenfutter bei entsprechendem Ausgleich mit synthetischen Methionin bis
 zu 40 % Erbsen oder 7,5 %, bei mittleren Leistungen 15 %, Ackerbohnen enthalten kann.
 
 6. Tagung Schweine– und Geflügelernährung, Universität Halle–Wittenberg, 2000, S. 119–123
Schlagworte: Fütterung Küken Legehenne Erbse Ackerbohne Bohne

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