Hinweise / Informationen:
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In drei Versuchen mit LOHMANN–Brown–Küken und Junghennen im Alter vom Schlupf bis zur 18.
Lebenswoche wurden Weizen, Gerste und Sojaextraktionsschrot partiell durch 10 %, 20 % bzw.
30 % weißblühender Erbsen oder 5 %, 10 %, 15 % bzw. 20 % buntblühender Ackerbohnen
substituiert. In der Kükenperiode bis zur 8. Woche nahm die Komponente Erbsen einen
nachteiligen Einfluss auf den Futterverzehr, die Körpermasseentwicklung und den
Futteraufwand. Mischfutter mit 15 % bzw. 20 % Ackerbohnen beeinflussten den Futterverzehr
und die Körpermasse der Küken nachteilig. Die Körpermassezunahme in der Periode 9.–18. Woche
war in den Gruppen mit erbsen– und ackerbohnenhaltigem Mischfutter verbessert, die
Futteraufnahme und der Futteraufwand meist erhöht.
Aufgrund der Ergebnisse wird für Erbsen bzw. Ackerbohnen unter Berücksichtigung des Zusatzes
von synthetischen Methionin eine Einsatzgrenze von 10 % im Küken– und von 30 % bzw. 20 % im
Junghennenfutter der Legerichtung empfohlen.
In zwei Versuchen mit Lohmann–Brown–Hennen wurden 0, 10, 20, 30 und 40 % Erbsen im
Mischfutter eingesetzt. In zwei weiteren Versuchen mit gleichem Tiermaterial sind 0, 7,5,
15, 22,5 und 30 % Ackerbohnen geprüft worden. Zusätzlich kam Mischfutter mit 30 % Erbsen
bzw. 22,5 % Ackerbohnen plus eines NSP–spaltenden Enzyms (ZY 38) zum Einsatz. Die erfassten
Leistungskriterien Futterverzehr, Legeleistung, Einzeleimasse, Futteraufwand und Tierabgänge
standen in keinem Zusammenhang mit dem Erbsenanteil der Ration. Die Enzymsupplementation
nahm auf diese Leistungen keinen Einfluss. Alle Erbsengruppen lagen in der täglich
produzierten Eimasse der Hennen über den Kontrollgruppen (p > 0,05). Das Fettsäurenmuster
des Eidotters wurde zugunsten der Linolsäure verändert. Ackerbohnenhaltige Rationen
veränderten nicht die Futteraufnahme. Bei 15 % und mehr Ackerbohnen im Mischfutter legten
die Hennen weniger Eier. Die erreichte Einzeleimasse und täglich produzierte Eimasse lag in
allen Versuchsgruppen niedriger als in den Kontrollvarianten, bei 22,5 % und 30 %
Ackerbohnenanteil im Versuch D signifikant. Auch der Futteraufwand für die Eiproduktion
stieg bei Verfütterung von Ackerbohnen. Das erbsen– bzw. ackerbohnenhaltige Mischfutter
beeinflusste die gemessenen äußeren und inneren Eiqualitätsmerkmale nicht signifikant. Die
Enzymsupplementation in Rationen mit 22,5 % Ackerbohnen verbesserte die produzierte Eimasse
um 3,4 % und den Futteraufwand um 1,7 %.
Aus den Ergebnissen der zwei Versuche auf hohem Leistungsniveau kann geschlussfolgert
werden, dass Legehennenfutter bei entsprechendem Ausgleich mit synthetischen Methionin bis
zu 40 % Erbsen oder 7,5 %, bei mittleren Leistungen 15 %, Ackerbohnen enthalten kann.
6. Tagung Schweine– und Geflügelernährung, Universität Halle–Wittenberg, 2000, S. 119–123
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