Hinweise / Informationen:
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In zwei Mastversuchen mit je 660 gemischtgeschlechtlichen Cobb–Broilern wurde der Einfluss
von unterschiedlichen Leinsaatanteilen (0, 2, 4, 6, 10 und 15 %) zu den Rationen auf die
Mastergebnisse, einige Stoffwechselparameter im Blut sowie den IMF–Gehalt, das
Fettsäurenmuster und die Fettstabilität untersucht. Trotz identischer Fütterungsrationen und
gleicher Stallbedingungen waren die Mastergebnisse in beiden Versuchen unterschiedlich.
EineZunahmeverminderung wurde im Versuch 1 erst bei einem Leingehalt in der Ration von 10 %
beobachtet. Im Versuch 2 waren die Futteraufnahme sowie Körpermasse der Broiler schon ab 2 %
Leingehalt im Futter vermindert. Bei 6 % Leingehalt wogen die Tiere 153 g weniger als in der
Kontrollgruppe, bei 10 und 15 % Leingehalt betrug die signifikante Minderleistung 277 und
442 g je Tier. Der intramuskuläre Fettgehalt, Gesamtcholesterol und Triglyceride im Blut
blieben nach Leinapplikation nahezu unbeeinflusst. Das Fettsäurenmuster in den essbaren
Teilen, Abdominalfett und im IMF wurde nach Leinverfütterung deutlich verändert. Der Öl– und
Linolsäuregehalt verminderten sich geringfügig, der Linolensäuregehalt stieg dagegen um das
Mehrfache an.
Die Ergebnisse des Rancimat–Testes zeigen, dass die Oxidationsstabilität der Körperfette mit
steigenden Leindosierungen deutlich geringer wird. Bei der Fleischlagerung kann das eine
Geschmacksveränderung hervorrufen. Als Einsatzgrenze werden 2 % Leinsaat im Broilerfutter
empfohlen.
Archiv Geflügelkunde 61 (1997), Nr. 4, S. 181–185
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