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Klassifikation
Meta–Daten
Fachbereich: Tierproduktion
Fachgebiet: Schweine
Projekt-Nr: 61.02.530/06
Form: Artikel
Aktualität: 25.07.07
Turnus: einmalig
   
Datenformat:

Inhalt
Titel: Organische Futterzusätze in der Schweinemast

Autor / Kontakte
Verantwortlichkeit: Ref. 530 eMail: AINFO@TLL.Thueringen.de
Ansprechpartner: Dr. A. Heinze Telefon: 03641–683251
Autorenschaft: Richter,G.

Informationen / Hinweise
Hinweise /
 Informationen:
 In drei Versuchen mit 120 Mastschweinen verschiedener Genotypen in Einzelhaltung wurden
 gleiche Basalrationen ohne Leistungsförderer und mit den Probiotika Biosaf (Lebendhefe)
 sowie BioPlus 2B (Bacillus licheniformis und B. subtilis) geprüft. Die Probiotika nahmen
 bei hohem Leistungsniveau (949 g Masttagszunahme) keinen signifikanten Einfluss auf die
 Mastleistungsparameter. Es bestand der Trend zu höherem Magerfleischanteil bei
 Supplementation der Probiotika. Aus den Ergebnissen kann unter den geprüften Bedingungen
 eine Einsatzempfehlung nicht abgeleitet werden.
 In zwei Mastschweineversuchen mit 96 Börgen wurden Rationen mit hohem Anteil
 Getreidenebenprodukten eingesetzt und die NSP–hydrolysierenden Enzyme Belfeed bzw. Porzyme
 supplementiert. Die Enzyme brachten 1,4 % bessere bzw. 0,6 % schlechtere Zunahmen bei 2,6 %
 bzw. 1,0 % günstigerem Futteraufwand. Aufgrund des verminderten Magerfleischanteils bei
 Enzymzusatz und der erreichten zootechnischen Leistungen unter den geprüften Bedingungen
 ist der Einsatz von Belfeed möglich und der von Porzyme nicht zu empfehlen.
 In vier Versuchen mit190 Börgen wurden gleiche Basalrationen ohne Leistungsförderer und mit
 phytogenen Zusätzen geprüft. Die Phytobitika WG ROPA–Pulver 7,5 % und Enteroguard–Finisher
 wurden in der gesamten Mastperiode oder nur in der Vormast bis etwa 60 kg Körpermasse
 eingesetzt. Diese beiden pflanzlichen Präparate nahmen bei hohem Leistungsniveau in zwei
 Versuchen keine signifikanten Einfluss auf die Mastleistung. Die Supplementation von 300 g
 oder 500 g Cuxarom–Spicemaster/t Futter in der gesamten Mastperiode führte im Mittel von
 zwei Versuchen zu 1,8 % bzw. 3,9 % (p<0,05) höheren Zunahmen bei 2,0 % bzw. 2,6 %
 verbessertem Futteraufwand. Der Einsatz von 300 g bzw. 500 g EV–Biogrün/t Futter in der
 gesamten Mastperiode brachte statistisch nicht gesichert 0,4 % bzw. 1,1 % Mehrzunahme bei
 0,7 % bzw. 2,0 % günstigerem Futteraufwand. Es bestand keine signifikante Beziehung zwischen
 Phytobiotikazusatz und Schlachtkörperbewertung. Die Tierverluste waren gering und unabhängig
 von den pflanzlichen Futterzusätzen.
 Aus den Ergebnissen unter den geprüften Bedingungen kann der Einsatz von ROPA–Pulver,
 Enteroguard–Finisher und EV–Biogrün bei Mastschweinen nicht empfohlen werden. Die
 Supplementation von Cuxarom–Spicemaster war ökonomisch vorteilhaft.
 
 J. Verbr. Lebensm. 1, 2006, S. 210–221
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schlagworte: Fütterung Schweinemast Mastleistung Probiotika Phytobiotika Enzym

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