Hinweise / Informationen:
|
Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Tiergesundheit konnte in 7.319 Einzelgemelken
aus zwei Betrieben neben herkömmlichen Qualitätsparametern auch die Caseinzahl(Rel.in % zum
Reineiweiß) sowie der Natrium– und Chloridgehalt ermittelt werden werden. Aus der Sicht der
Milchverarbeitung sind die letztgenannten Parameter bedeutungsvoll .Inwieweit die
Eutergesundheit diese Parameter beeinflusst war Ziel der Auswertungen.
1. Hohe Zellgehalte in der Milch führen unabhängig von einer tatsächlichen Erkrankung zu
niedrigeren Caseinzahlen .Im hohen Leistungsniveau kommt es zu einer Verringerung um 1,5%
und im niedrigeren Leistungsniveau um 5,2%. Der Laktosegehalt ein für die Verkäsung der
Milch wichtiger Parameter verringert sich von 4,90 auf 4,60 in beiden Betrieben.
2. Tatsächlich an Mastitis erkrankte Kühe weisen eine niedrigere Caseinzahl und niedrigeren
Laktosegehalt auf.
3. Allein das Vorhandensein von Mastitiserregern in der Milch führt nicht zu einer
Verschlechterung der Milchqualität.
4. Das Leistungsniveau der Betriebe hat einen deutlichen Einfluss auf die Höhe der negativen
Beziehungen zwischen dem Zellgehalt und der und der produzierten Eiweiß– bzw. Caseinmenge.
Im niedrigen Niveau sind diese deutlich straffer negativ.
5. Der Laktosegehalt der Milch ist aufgrund seiner straff negativen Beziehung zum Zellgehalt
ein guter Parameter zur frühzeitigen Erkennung von Eutererkrankungen.
|