Hinweise / Informationen:
|
In Thüringen war der Aufbau der Fleischrinderbestände seit Anfang der 90er Jahre mit dem
Zukauf von 18 verschiedenen Fleischrinderrassen und –kreuzungen verbunden. Dieser Prozess
wurde mit TLL–Forschungsthemen über mehrere Jahre begleitet, um die Leistungsfähigkeit der
unterschiedlichen Genotypen unter Thüringer Bedingungen zu prüfen.
Mit 1.147 g pro Tag erreichten die Saugkälber trotz extensiver Weidebedingungen
(weitgehender Verzicht auf eine Stickstoffdüngung) eine ansprechende Zuwachsleistung. Die
großrahmigen Rassen waren die leistungsstärksten.
Bei der intensiven Mast in Großanlagen konnte beobachtet werden, dass der Genotyp die
Mastleistung und den Schlachtkörperwert stärker beeinflusste als die Hauptfutterkomponente.
Daher ist die Kraftfuttermast eine alternative zur praxisüblichen Mast mit Maissilage. Auch
in diesen Merkmalen waren die groß– bis mittelrahmigen Rassen überlegen.
Fleischrinderrassen in Reinzucht wiesen einen niedrigeren intramuskulären Fettgehalt auf als
ihre Kreuzungen mit Milchrindern und als Milchrinderrassen. Weiterhin war das Fleisch von
Bullen fettärmer als das von Ochsen und Färsen. Durch den Einsatz von Kraftfutter als
Hauptfutterkomponente konnte der intramuskuläre Fettgehalt auf 3 bis 4 % im M.l.d.
gesteigert werden. Die Fütterung von Gras führte zu den von der Humanernährung erwünschten
höheren Anteilen an ungesättigten Fettsäuren mit einem sehr guten Verhältnis der n6/n3–PUFA.
Unter allen Bedingungen zeigten die Fleischfleckvieh–Tiere eine gute Leistung.
|