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BetriebsWirtschaftliche Ausrichtung (Typisierung)
 © 2017, edü, TLL
 Version 2.09
SO          
Warum ´betriebswirtschaftliche Ausrichtung´ (BWA)

Die BWA (Betriebswirtschaftliche Ausrichtung) beschreibt die Produktionsstruktur eines Betriebes, d. h. seinen Produktionsschwerpunkt. Die BWA eines Betriebes ergibt sich aus der Relation der Standardoutputs (SO) seiner einzelnen Produktionszweige zu seinem gesamten SO.

Der BWA-Rechner der TLL dient der schnellen Einstufung Ihres Betriebes in die jeweilige BWA und der Ermittlung der Wirtschaftlichen Betriebsgröße in Euro.

Grundlage der Berechnung ist die Verordnung der 1242/2008/EG.
Die von der Kommision der Europäischen Gemeinschaften getroffenne Entscheidung zur Errichtung eines gemeinschaftlichen Klassifizierungssystems der landwirtschaftlichen Betriebe wurde seit 1985 genutzt, zeigte dann aber Schwächen bei der Berechnung. Deshalb trat 2008 eine neue Berechnungsvorschrift EG Nr. 1242/2008 in Kraft.

Die Werte des Standardoutput (SO) werden vom KTBL auf der Grundlage eines 5-jährigen Durchschnittes ermittelt, wobei die Mehrwertsteuer, produktspezifische Steuern und Direktzahlungen nicht berücksichtigt werden. Flächen beziehungsweise Tiere können je nach Erfordernis als Durchschnittsbestandswerte oder als Stichtags- bzw. Kalender-/Wirtschaftsjahr-Werte eingegeben werden. Zu beachten ist jedoch, dass dann alle Werte die gleiche Basis haben.

Der SO ist der durchschnittliche Geldwert in Euro der landwirtschaftlichen Erzeugung zu Ab-Hof-Preisen.

Die für Ihren Betrieb ermittelte BWA und der errechnete Standardoutput ermöglicht die schnelle Auswahl einer passenden Vergleichsgruppe für die Wertung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. Die für Thüringen berechneten Vergleichsgruppen sind unter Ökonomie/Betriebsvergleich abrufbar.

Die Angabe der Wirtschaftlichen Betriebsgrößenklassen beziehen sich auf die '14er' EU-Gruppen Unterteilung.

Alle Daten dienen lediglich der aktuellen Berechnung. Nach Beendigung des Programmes sind alle von Ihnen eingegebenen Daten "vergessen".

Eingabe der Anbauflächen für Getreide, Eiweisspflanzen, Ölsaaten (ha)

Weizen (einschl. Dinkel)   Hülsenfrüchte und Eiweißpflanzen
Hartweizen (Durum)    
Roggen   Raps, Rübsen
Gerste   Sonnenblumen
Hafer / Sommermenggetreide   Soja
sonst. Getreide / Wintermenggetreide   Öllein / Leinsamen
Körnermais / Corn-Cob-Mix   sonst. Ölfrüchte
Eingabe der Flächen für Futterkulturen (ha)

Ackerwiesen / -weiden   Dauerwiesen und -weiden
Silo- / Grünmais   Streuobstwiesen sonst. Grünlandflächen
Futterkartoffeln      
sonstige Futterhackfrüchte      
sonstiges Ackerfutter      
Eingabe der sonstigen Ackerflächen (ha)

Kartoffeln (ohne Futter)   Hopfen
Zuckerrüben    
sonstige Hackfrüchte   Tabak
Feldgemüse und Erdbeeren   Heil-, Duft- u. Gewürzpflanzen
Sämereien und Pflanzgut   Textilpflanzen (wie z.B. Flachs / Hanf)
sonstige Ackerkulturen   sonstige Handelsgewächse
     
stillgelegte Flächen ohne NWR   stillgelegte Flächen mit NWR
Eingabe der Flächen Gartenbau / Dauerkulturen (ha)

Gemüse, Erdbeeren im Freiland   Obstanlagen und Beerenobst, Nüsse
Blumen, Zierpflanzen im Freiland   Rebanlagen
Gemüse, Erdbeeren u. Glas ( in 100 m2 )   Reb- und Baumschulen
Blumen, Zierpflanzen u. Glas ( in 100 m2 )   Weihnachtsbaumk., Korbweiden, Pappelanl.
Pilzbeetfläche ( in 100 m2 )      
Eingabe der Anzahl Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde (Stück)

Kälber unter 6 Mon. (ges.)   Milchkühe
männl. Rinder, 6 Mon. bis 1 Jahr   Ammen- u. Mutterkühe
weibl. Rinder, 6 Mon. bis 1 Jahr    
männl. Rinder 1 bis 2 Jahre   Mutter-/Zuchtschafe
weibl. Zuchtrinder 1 bis 2 Jahre   übrige Schafe (einschl. Lämmer)
weibl. Mastrinder 1 bis 2 Jahre   Mutter-/Zuchtziegen
männl. Rinder über 2 Jahre   übrige Ziegen (einschl. Lämmer)
weibl. Zuchtrinder über 2 Jahre    
weibl. Mastrinder über 2 Jahre   Einhufer ges. (Pferde, Esel usw.)
     
Eingabe der Anzahl Sauen, Eber, Schweine und Geflügel (Stück)

Ferkel unter 20 kg LG (ges.)   Masthähne und -hühner
Jungschweine unter 50 kg LG   Junghennen unter 6 Mon.
Mastschweine über 50 kg LG   Legehennen über 6 Mon.
Jungsauen über 50 kg LG   sonstiges Geflügel
Zuchtsauen über 50 kg LG      
sonstige Zuchtschweine      
Alles was nicht einzuordnen war, und ein Standarddeckungsbeitrag zuzuordnen ist

Zucht- / Mutterkaninchen   Bienenstöcke
Wild (Produktionseinheit)   Strauße (Produktionseinheit)
Klassifizierung des landwirtschaftlichen Betriebes / wirtschaftliche Betriebsgröße (SO)