Differenzierende allgemeine Bodenabtragsgleichung (dABAG)


Die Umsetzung der im Bundes-Bodenschutzgesetz §7 formulierten Forderung zur Vorsorgepflicht und zur Minderung der Bodenerosion erfordert eine differenzierte flächendeckende Ermittlung des Handlungsbedarfs in landwirtschaftlich genutzten Flächen mit vertretbarem Aufwand. Außerdem ist damit die Entwicklung von betrieblichen Strategien zur Minderung des Erosionsrisikos verbunden. Dazu wurde aufgrund ihrer einfachen Anwendbarkeit und der hinreichend genauen Prognose des mittleren Bodenerosionsrisikos sowie der Verfügbarkeit benötigter Daten für das Modell im Rahmen des VERSTOLA-Projektes das dABAG-Modell zur GIS-basierten Erosionsgefährdungsanalyse verwendet.

Aber:
  • Die mit der ABAG (dABAG) kalkulierten Bodenabtragswerte (A) beschreiben nicht den realen Bodenabtrag, sondern sind als Risikoprognose bzw. Risikoabschätzung des langjährigen mittleren Bodenabtrages durch Regen zu verstehen.
  • Mit diesem Modell lassen sich nur die Verluste durch Flächen- und Rillenerosion abschätzen. Andere Prognosen, z.B. der Abträge durch Rinnen- und Grabenerosion sind mit diesem Verfahren nicht möglich.